Archiv unserer Sonderausstellungen

Lateritbau Ghana Lake Agege Farm
Sanierung Kasbah Marokko Tamnougalt
Lehmbauseminar Hochschule Wismar

2020

 

Lehmbau an der Hochschule?

Eine zeitgemäße udn simple Möglichkeit, Baupraxis im Curriculum der Hochschulen zu vertiefen

 

Die Sonderausstellung zeigt, dass der Baustoff Lehm nahezu ideal dafür geeignet ist, das zumeist theorielastige Studium der (Innen-)Architektur und des Bauingenieurwesens um einen wichtigen, wesentlichen Baustein zu erweitern: einen Einblick in die Baupraxis.

Darüber hinaus zeigt sie die Notwendigkeit auf, bei der Ausbildung unserer zukünftigen Planer*innen auch zeitgemäße, ökologische Baustoffe fest im Curriculum der Hochschulen zu verankern.

 

Britta Wolff stellt ihr Lehr- und Lernkonzept vor, das sie während ihrer mehrjährigen Tätigkeit an der Hochschule Wismar erarbeitet hat.

Illustriert wird die Umsetzung des Konzepts anhand diverser Bild-, Video- und Texterzeugnisse aus mehreren Seminaren, deren baupraktischer Lehrinhalt im Inland sowie in Afrika stattfand. Darüber hinaus gibt es Objekte wie bspw. einen gepressten Lateritstein aus Ghana, die in die Hand genommen werden dürfen – entsprechend dem grundsätzlichen Lehrkonzept von Britta Wolff.

Die Ausstellung zeigt u. A. den Bau eines innovativen kleinen Laterit-Lehmgebäudes in Ghana, das nach dem LEGO-Prinzip mörtelfrei gestapelt wurde, die Sanierung einer alten Sippenwohnburg in Marokko und experimentellen Lehm-Kuppelbau auf dem Campus der Hochschule Wismar.

 

Anhand der gezeigten Projekte wird deutlich, wie sich Studierende aus forschender Perspektive dem Lehmbau auf unterschiedliche Weise annähern und so ein vertieftes Verständnis zum ökologischen Bauen entwickeln können.

 

„Oft erst durch die Möglichkeit des selbst Anpackens, der Umsetzung theoretischen Wissens in die Praxis wird den Studierenden das wirkliche Begreifen von Bauabläufen möglich. Und der fehlertolerante Baustoff Lehm ist hierfür prädestiniert!“ so Kuratorin Britta Wolff

 

Die Ausstellung war in der Saison 2020 zu sehen.

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2019

Allseits mit Lehm verbunden - "Otto und die Arcana Baugesellschaft"

 

Reinhold "Otto" Rogge ist Maurermeister, Lehmbauer und Restaurator im Handwerk. Seit über 40 Jahren arbeitet er als Lehrling, Geselle, Vorarbeiter, Polier oder Bauleiter. Er hat sich zeitlebens weitgehend als Autodidakt weitergebildet und neu erworbene Kenntnisse in seiner Baupraxis umgesetzt.

Gemeinsam mit einem Team aus jungen Menschen, Studierenden und am ökologischen Bauen interessierten Handwerker*innen und Ingenieur*innen entwirft, plant, baut und saniert er Wohn- und Geschäftshäuser aus Lehm und Stroh. Planung und Ausführung gehen bei seinen Bauten Hand in Hand. So sind beispiellose Bauten entstanden, die gesundes Wohnen und energiesparende Bautechniken vereinbaren.

Die Ausstellung zeigt Fotos die Bauten der arcana Baugesellschaft mbH seit der Gründung 2002.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre der Schriftenreihe Lehmmuseum Gnevsdorf, die das Werk von Reinhold "Otto" Rogge und der arcana Baugesellschaft würdigt.

 

Die Ausstellung war vom 17.5.-3.10.2019 zu sehen.

 

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copyright @ Grünhelme e.V.
copyright  Kéré Architecture
copyright @ Erik-Jan Ouwerkerk

2018

Lehmbau im Operndorf Remdoogo in Afrika

Bau einer Krankenstation – entworfen von Francis Kéré, gebaut mit Unterstützung von den Grünhelmen e.V.,

nach einer Idee von Christoph Schlingensief

 

Wie mag eine Oper inmitten der afrikanischen Savanne klingen? Wie empfinden afrikanische Ohren europäische klassische Musik? Welchen Töne und Rhythmen ergreifen weltumspannend die Herzen der Menschen? Und wie kann mit dem europäischen Klischeedenken über hungernde afrikanische Kinder aufgeräumt werden? Vielleicht hat sich der Regisseur, Autor und Aktionskünstler  Christoph Schlingensief  Ähnliches gefragt, bevor er 2009 begann, zusammen mit Francis Kéré, dem wohl bekanntesten Architekten  aus Burkina Faso, seine Idee des Operndorfes Afrika zu manifestieren.

Der 2010 verstorbene Künstler hat mit Unterstützung Vieler ein facettenreiches Kulturprojekt ins Leben gerufen. Erste Gebäude, wie beispielsweise eine Schule, Lehrerunterkünfte, Kantine, Tonstudio und eine Krankenstation sind bereits errichtet. Sie sind einem Schneckenhaus entsprechend angeordnet und halten einen zentralen Platz für das bislang nur auf dem Papier existierende, zentrale Festspielhaus vor.

Unsere Sonderausstellung widmet sich dem Bau der Krankenstation, die nach den Plänen von Kéré von Einheimischen in Zusammenarbeit mit den Grünhelmen e.V. gebaut wurde.

Nicht nur, weil es ein überwiegend aus Lehm errichtetes Gebäude ist, wollen wir es präsentieren, sondern vielmehr, weil es im Gesamtzusammenhang mit einem kultursozial sehr besonderen Beispiel für nachhaltige Regionalentwicklung steht – ein Thema, das auch dem FAL e.V. seit Anbeginn ein großes Anliegen ist.

 

Die Ausstellung war vom 4.5. bis 15.7.2018 zu sehen.

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KONTAKT
 

Besucheradresse:

Lehmmuseum Gnevsdorf

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1. Mai bis 30. Sept.

Do- So 13.00 bis 17.00 Uhr und auf Anfrage

Tel.: 038 737 - 33 79 90 oder    - 33830 (nur während der Saison)